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Viel Lärm um Nichts!

Der geschmacklose Aufkleber zeigt den nichtjagenden Minister Sander.

Grund dafür: Der niedersächsische, nichtjagende Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wollte sich nach der Jagd über den Jagdbetrieb im Nationalpark informieren. Für die von den Medien geputschten, selbsternannten Tierschützer Anlass, von einem „privilegierten Mordzug“ der Politiker zu sprechen. Ein Förster hatte geschmacklose Aufkleber in seinem Revier gefunden, welche den Ehrengast - der zu keinem Zeitpunkt beabsichtigte an dem aktiven Jagdgeschehen teilzunehmen - des abendlichen Schüsseltreibens abbilden. Die Nationalparkleitung konnte die Aufregung „nicht ganz nachvollziehen“, sagte aber aus Sicherheitsgründen vorsorglich die in der Presse genannte „Politiker-Jagd“ ab, da mit Störungen während des Jagdbetriebs zu rechnen war, so Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher der Nationalparkverwaltung Harz.
Der Abschuss soll nun ausschließlich - und nicht wie zuvor geplant unter Beteiligung von Gästen - von Mitarbeitern des Parks durchgeführt werden, da diese zu den „Profis“ gehören und mit den Abläufen auf den routinemäßigen Regulationsjagden vertraut sind. Nebenbei sei angemerkt, dass man auf der sachsen-anhaltischen Seite des Parks per Erlass - eigens durch Sanders Ressortkollegen Dr. Hermann Onko Aeikens (CDU) - seinen Mitarbeitern verboten hat an der Jagd teilzunehmen. Eine offizielle Stellungnahme des Ministeriums verdeutlicht politischen Disput und rechtliche Unstimmigkeit zwischen den Ländern. Da heißt es nämlich: „Diese Jagd widerspricht den Festlegungen im gemeinsamen Nationalparkplan. Eine Jagd ist nur den berechtigten Bediensteten der Nationalparkverwaltung erlaubt. (...) Gespräche mit Niedersachsen, die Jagd nicht durchzuführen, scheiterten.“ BS