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Vertreiben kaum möglich

Saatkrähen sind sehr gesellig und brüten in großen Kolonien. Foto: Thomas Sturm/pixelio © Thomas Sturm/pixelio

Dort berieten Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet über mögliche Auswege.
"Das Vergrämen bringt nichts", stellte der Stadt- und Landschaftsplaner Werner Klöver aus Leer fest. Nester mit Wasser wegzuspritzen oder Bäume zu fällen, habe oft unerwünschte Folgen, sagte Manfred Kaiser, Umweltbeauftragter der Stadt Lahr in Baden-Württemberg. Die Vögel wichen aus, große Kolonien spalteten sich und verteilten sich an anderen Stellen. Vergrämung sei daher nur als Ausnahme an Krankenhäusern, Altersheimen oder Schulen denkbar. "Wir müssen mit ihnen leben, wir kriegen sie nicht mehr weg."
Naturschützer führten die Probleme in Städten auch auf die "Landflucht" der geschützten Saatkrähen zurück. Ursachen seien u. a. Veränderungen in der Landbewirtschaftung, die zunehmende Bebauung und das Fällen von Brutbäumen. Ohne das Umland lasse sich das Problem in den Städten nicht lösen, sagte Wolfgang Kellner, Bürgermeister von Leer. Denkbar sei eine Kombination aus Vergrämen und Lockangeboten, um sie an anderen Stellen wieder anzusiedeln. Vorgestellt wurde auch der Ascheberger Krähen-Lehrpfad in Schleswig-Holstein, an dem Hinweisschilder über das Leben der hochintelligenten Saatkrähen informieren. dpa