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Verstümmelter Kranich aufgefunden

Die Schnittfläche der Verletzung deutet laut unterer Naturschutzbehörde auf ein Tellereisen hin.


In Willich (Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) wurde am Wochenende vom 17. und 18. März ein Kranich wahrscheinlich durch ein Tellereisen schwer verletzt. Die Untere Naturschutzbehörde gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass dem etwa drei Jahre alten Vogel beide Ständer unterhalb des Sprungelenks abgetrennt wurden. Die Wunden seien frisch gewesen und hätten stark geblutet. Der Kranich musste eingeschläfert werden.

Der Kranich hatte sich wohl an einer Schlagfalle verletzt und beide Füße verloren. Das Tier musste eingeschläfert werden. © Frank Seifert

Der Kranich hatte sich wohl an einer Schlagfalle verletzt und beide Füße verloren. Das Tier musste eingeschläfert werden.

Kranich wohl in Tellereisen geraten

Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Phillippe Niebling, Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde, eine Anwohnerin habe den Kranich in ihrem Garten gefunden und die Behörde informiert. Aufgrund der Schnittfläche der Verletzung sei er sich sicher, dass das Tier in ein Tellereisen geraten sei, so Niebling weiter. Man habe in der Vergangenheit bereits andere Fälle mit Schlagfallen in der Gegend gehabt. Er gehe davon aus, dass die illegale Schlagfalle nicht aus Jägerkreisen stamme. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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