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Versicherer steigt aus

Schälschäden dirch Wisente: Wer wird sie in Zukunft zahlen? Foto: Wolfram Martin © Martin Wolfram

Der 1. Vorsitzende des Wisent Trägervereins, Bernd Fuhrmann, erklärt dazu: „Zwischen dem Versicherer und dem Verein gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen.“ Verständigt habe man sich mit der Versicherung insofern, als alle bisherigen Schälschäden durch Wisente noch beglichen werden – zwischenzeitlich wurden Ersatzzahlungen von rund 12.000 Euro getätigt. „Künftig werde der Versicherer aber nicht mehr zahlen.“
Im Trägerverein sei man aufgrund des öffentlich-rechtlichen Vertrages immer davon ausgegangen, dass die Tiere vorerst dem Verein gehören mit der Zielsetzung, sie erst später als „wild“ und damit „herrenlos“ zu deklarieren. Von dem Rückzieher der Versicherung seien ausschließlich die Schälschäden betroffen, alle anderen Haftpflichtfälle seien gedeckt. Für die Regulierung der Schälschäden sucht der Wisentverein daher jetzt gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Land NRW nach einer gemeinsamen alternativen Lösung. Einige der betroffenen Waldbesitzer wollen nun vor Gericht ziehen. Wolfram Martin