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Aus "Versehen" Rinder getroffen

Beim Harzer Roten Höhenvieh handelt es sich um eine seltene Mehrnutzenrasse. <br>Foto: Carolin Hasemann © Carolin Hasemann

Ein Jäger aus dem Landkreis Osterode hat nach eigenen Angaben "aus Versehen" auf drei Rinder der Rasse "Harzer Rotes Höhenvieh" geschossen. Eines der Tiere sei so schwer verletzt worden, dass es von einem Tierarzt eingeschläfert werden musste, teilte die zuständige Polizeidienststelle mit.
Die beiden anderen Rinder wurden in die Tierklinik nach Hannover gebracht; dort bestätigte man die Schussverletzungen. Die Tiere hatten auf einer Weide in der Nähe von Beierfelde gestanden, als sie beschossen wurden. Warum der Jäger auf die Rinder geschossen hat, ist bislang unklar. Der Schütze hatte der Landwirtsfamilie telefonisch mitgeteilt, er habe versehentlich ein Rind getroffen. Als der Besitzer nachsah, stellte er jedoch fest, dass drei Tiere Schussverletzungen hatten. Die Polizei hat daraufhin gegen den Jäger Ermittlungen eingeleitet.
Beim Harzer Roten Höhenvieh handelt es sich um eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Im Jahr 2002 existierten bundesweit nur noch etwa 200 Exemplare. Mittlerweile gibt es im Harz wieder einige größere Herden. NJ/PB