Home News Vermarktungs-Hilfe für Jäger

Vermarktungs-Hilfe für Jäger

Zwei kämpfende Keiler: Auch im Unterallgäu sind die Schwarzkittel auf dem Vormarsch. Foto: Jens Krüger © Jens Krüger

Das Landratsamt Unterallgäu teilt mit, dass durch die Trichinenuntersuchung sowie sinkende Wildbretpreise die Jagd auf Schwarzkittel immer unattraktiver werde. Gleichzeitig nehme die Zahl der Tiere im Kreis stetig zu. Im vergangenen Jagdjahr wurden im Kreis rund 950 Stück Schwarzwild erlegt. Im Vorjahr waren es knapp halb so viele. „Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, regulierend einzugreifen, erhalten Jäger rückwirkend zum 1. Januar zehn Euro für jedes erlegte und verwertbare Tier“, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit soll auch die Arbeit der Unterallgäuer Schwarzwild-Arbeitskreise gefördert werden. Demnach ist die Prämie an eine Mitgliedschaft geknüpft.
Im Gespräch mit der Redaktion begrüßte der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Mindelheim im Bayerischen Jagdverband, Pius Kirner, ausdrücklich die Entscheidung der Kreisverwaltung: „Nachdem die Landratsämter verpflichtet wurden, kostendeckend zu arbeiten, mussten wir bei einem erlegten zehn Kilo Frischling ja noch draufzahlen.“ Die Trichinenuntersuchung kostet im Unterallgäu 15 Euro, bei einem Verkaufspreis zwischen 1 bis 1,50 Euro je Kilogramm in der Schwarte. Wenn ein Tierarzt die Probenentnahme durchführt, müssen die Grünröcke sogar 45 Euro zahlen. Durch diese Vermarktungsbeihilfe werde jetzt aber den Jägerinnen und Jäger ein großes Stück entgegengekommen, so Kirner.
Sieht so die Zukunft der Schwarzwildjagd aus? Die Gemeinde Walzbachtal bei Karlsruhe (Baden-Württemberg) zum Beispiel honoriert jede erlegte Sau mit 50 Euro.
BS



Diskutieren Sie mit in unserem landlive-Forum.