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Verletzter Falke – Jäger muss 750€ bezahlen

Turmfalke-sitzend © VALDET - stock.adobe.com
Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt (Symbolbild).

Ein Jäger musste sich vor dem Amtsgericht in Kassel (Hessen) verantworten, weil er beschuldigt wurde, einem verletzten Turmfalken nicht geholfen zu haben. Laut dem in der Hauptverhandlung verlesenen Strafbefehl sei dem Waidmann das flugunfähige Tier von einer Zeugin gemeldet worden. Allerdings habe der Angeklagte den Greifvogel nicht aufgenommen, sondern in der Nähe des Fundortes wieder ausgesetzt. Erst am nächsten Tag sei der völlig unterernährte und dehydrierte Falke erneut aufgefunden und in eine Greifvogelauffangstation gebracht worden. Die Anklage lautete deshalb „durch Unterlassen einem Wirbeltier länger anhaltende erhebliche Schmerzen zugefügt zu haben“.

Tatvorwurf in seinem Kern bestritten

Nach Auskunft eines Pressesprechers des Amtsgerichts Kassel habe der Angeklagte den Sachverhalt allerdings abweichend dargestellt und den Tatvorwurf in seinem Kern bestritten. Während der Gerichtsverhandlung wurden demnach noch weitere Zeugen und ein Sachverständiger vernommen. Das Verfahren wurde schließlich auf Anregung der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Geldauflage von 750€ an ein Tierheim in Kassel vorläufig eingestellt, so die Pressestelle weiter. Nach Erfüllung der Auflagen werde das Verfahren endgültig eigestellt. SBA


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