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Verfahren gegen Wolfsschützen eingestellt

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 09.08.2018 - 16:52
Der Schütze, der einen Wolf geschossen hat, musste eine vierstellige Geldbuße zahlen (Symbolbild). © pixabay.com

Das Verfahren gegen den dänischen Jäger, der im vergangenen Herbst auf einer Bewegungsjagd in Brandenburg eine Wölfin geschossen hat, ist eingestellt worden. Nach Angabe der Staatsanwaltschaft wurde eine hohe vierstellige Geldbuße angeordnet, daraufhin aber das Verfahren eingestellt. Der Jagdleiter hatte den Mann noch am selben Tag wegen des Wolf-Abschusses angezeigt. Gegenüber der Staatsanwaltschaft zeigte er sich geständig, weshalb das Verfahren eingestellt wurde.

 

Jagdrechtliche Zuverlässigkeit muss geprüft werden

PIRSCH-Rechtsexperte Christian Teppe bewertet diese Entscheidung als Schritt in die richtige Richtung: „In anderen Rechtsbereichen wie z.B. Diebstahl ist es üblich, dass das Verfahren bei Ersttätern, die sich geständig zeigen und den Schaden, z.B. durch eine Spende, wieder gut machen, eingestellt werden“. Da es sich um ein Artenschutzvergehen handelt, wird die jagdrechtliche Zuverlässigkeit überprüft. Ob der Schütze seinen dänischen Jagdschein behalten darf, müssen die örtlichen Behörden entscheiden.