Home News Verfahren gegen Wolfsschützen eingestellt

Verfahren gegen Wolfsschützen eingestellt

Der Schütze, der einen Wolf geschossen hat, musste eine vierstellige Geldbuße zahlen (Symbolbild).


Das Verfahren gegen den dänischen Jäger, der im vergangenen Herbst auf einer Bewegungsjagd in Brandenburg eine Wölfin geschossen hat, ist eingestellt worden. Nach Angabe der Staatsanwaltschaft wurde eine hohe vierstellige Geldbuße angeordnet, daraufhin aber das Verfahren eingestellt. Der Jagdleiter hatte den Mann noch am selben Tag wegen des Wolf-Abschusses angezeigt. Gegenüber der Staatsanwaltschaft zeigte er sich geständig, weshalb das Verfahren eingestellt wurde.

 

Jagdrechtliche Zuverlässigkeit muss geprüft werden

PIRSCH-Rechtsexperte Christian Teppe bewertet diese Entscheidung als Schritt in die richtige Richtung: „In anderen Rechtsbereichen wie z.B. Diebstahl ist es üblich, dass das Verfahren bei Ersttätern, die sich geständig zeigen und den Schaden, z.B. durch eine Spende, wieder gut machen, eingestellt werden“. Da es sich um ein Artenschutzvergehen handelt, wird die jagdrechtliche Zuverlässigkeit überprüft. Ob der Schütze seinen dänischen Jagdschein behalten darf, müssen die örtlichen Behörden entscheiden.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
Thumbnail