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Verfahren zu Bachenabschuss eingestellt

Der Abschuss von führenden Bachen ist ein Verstoß gegen das Bundesjagdgesetz (Symbolbild). © Erich Marek

Der Abschuss von führenden Bachen ist ein Verstoß gegen das Bundesjagdgesetz (Symbolbild).


Im März 2017 beschoss ein Landwirt im westlichen Nordrhein-Westfalen eine führende Bache. Er hatte nach eigener Aussage vor Gericht das Tier mit einer Wärmebildkamera und einem Nachtsichtgerät etwa zehn Minuten beobachtet. Als er keine Zitzen erkennen konnte und sich sicher war, dass keine Frischlinge nachkommen, beschoss er das ca. vierzig Kilogramm schwere Stück. Doch das Tier wurde nicht tödlich getroffen und ein Nachsuchenführer musste gerufen werden. Dieser erlöste die Sau nach ein paar hundert Metern Wundfährte mit einem Fangschuss.

 

Führende Bache

Der Hundeführer stellte Tropfen an der Milchleiste fest, wie er vor Gericht zu Protokoll gab. Deshalb zeigte er den Schützen wegen Verstoß gegen das Bundesjagdgesetz §22 an. Für den Nachsuchenführer sei das Stück eindeutig ein Überläufer gewesen. Zu diesem Zeitpunkt waren in NRW allerdings ohnehin nur Frischlinge frei. In der Gerichtsverhandlung wurde deshalb die Altersbestimmung bei Schwarzwild diskutiert. Da keine Altersbestimmung mehr möglich sei, wurde das Verfahren gegen eine Zahlung von 200 Euro an den Naturschutzbund eingestellt. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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