+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.885 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 16.5.2022) +++
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Nach verendeten Wildtieren: ASP-Zaun in Brandenburg wird verlegt

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 21.02.2022 - 11:29
Rehwild-tot-im-Gebuesch © Foton Estelle R - stock.adobe.com
Beim Oder-Hochwasser Anfang des Jahres waren zahlreiche Wildtiere am Zaun verendet (Symbolbild).

Der ASP-Schutzzaun in Brandenburg sorgte in den vergangenen Wochen für zahlreiche Beschwerden und Diskussionen, nachdem mehrere Wildtiere entlang des Zaunes beim Oder-Hochwasser verendet waren. So sei immer wieder Rehwild zu sehen gewesen, dass aufgrund des Hochwassers am Zaun hoch und runtergezogen sei, diesen aber nicht habe überspringen könnnen, berichtet Nationalparkleiter Dirk Treichel der „BZ“. Mehrere Tiere hätten völlig entkräftet im Wasser gelegen, ehe sie verendeten.

Verbraucherschutzministerium spricht von gutem Kompromiss

Mit der Verlegung des Zauns reagiert die verantwortliche Behörde nun auf die Problematik. Der westliche Zaun des Schutzkorridors wird entlang der Grenze zu Polen im überwiegenden Teil des Polders A nach Westen verschoben. Damit erhalten Wildtiere genügend Fläche, um sich aus den regelmäßig von Hochwasser betroffenen Auenflächen zurückziehen zu können. Der Umbau würde umgehend beginnen, so das Ministerium. Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer sagt zu der Verlegung: „Die Bilder von verendeten Wildtieren am ASP-Zaun haben uns alle betroffen gemacht. Ich bin überzeugt, dass wir mit der nun gefundenen Lösung einen guten Kompromiss zwischen Tier- und Naturschutz, Hochwasserschutz sowie der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest haben.“

Der Landkreis Uckermark hatte auf die Problematik mit Sofortmaßnahmen wie dem zeitweiligen Öffnen von Toren, Zaunabsenkungen auf 80 Zentimeter, Reh-Durchlässen sowie dem Bau von Kleintierrampen bereits auf die Situation reagiert.


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