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Vereinshaus angezündet

Der Wert der völlig zerstörten Hütte wird auf 30.000 Euro geschätzt. Foto: J. Kalmbach


Bereits im Juni wurde der Zaun der Schliefenanlage des Deutschen Foxterrier Verbandes (Ortsgruppe Hildesheim) aufgeschnitten (wir berichteten hier). Wenig später folgte ein Bekennerschreiben der ALF (Animal Liberation Front). Vergangenen Mittwoch der nächste Schlag der Aktivisten: Wieder wurde der Fuchszwinger aufgebrochen, aber damit nicht genug, brannte in der Nacht das Vereinsheim der Rüdemänner lichterloh. Die Hildesheimer Polizei ermittelt in alle Richtungen. Da es sich laut Spezialisten um vorsätzliche Brandstiftung handelt, bitten die Beamten unter der Telefonnummer 05121 9391 15 um sachdienliche Hinweise.
Bereits im Vorfeld habe es Drohungen gegeben, den Verein und dessen Privatvermögen zu vernichten, teilte der erste Vorsitzende Jürgen Kalmbach mit. Obwohl die ALF-Aktivisten den Brandanschlag in einem erneuten Bekennerschreiben vom vergangenen Freitag nicht ausdrücklich erwähnen, steht für Kalmbach fest, wer das Feuer gelegt hat.
Die Sachbeschädigung sei das eine, ernsthafte Sorgen mache er sich vielmehr, weil auch die Angehörigen der Jäger bedroht werden. Deshalb fragt sich der Vereinssprecher, wie es weitergehen soll. „Ich möchte das meiner Familie nicht antun“, so Kalmbach. Zumindest die Schliefenanlage werde man schließen.
Auch die Veranstalter der kürzlich stattgefundenen Messe "Pferd & Jagd" in Hannover wurden von der ALF bedroht. Neu sei das zwar nicht. Aber dieses Mal hätten die Aktivisten unter anderem angekündigt, dass auf der Messe mit Brandsätzen zu rechnen sei, sagte Sprecher Lars Pennigsdorf im Gespräch mit der Redaktion. Man stehe im engen Austausch mit der Polizei und entgegne diesen Ankündigungen mit verstärkten Sicherheitskontrollen. "Auch dieses Mal haben sich die Drohungen als haltlos erwiesen", so Pennigsdorf abschließend.
MH