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Verbände verurteilen Jäger

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Dienstag, 10.12.2013 - 01:00
Langsam erholt sich der achtjährige Golden Retriever-Rüde. Foto: Hardy Kromer © Hardy Kromer
Langsam erholt sich der achtjährige Golden Retriever-Rüde. Foto: Hardy Kromer

Mehrere Zeugen wollen beobachtet haben, wie der Jagdausübungsberechtigte eines Reviers bei Burladingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg) den Hund fast zu Tode gequält hat. Die Hundehalterin hatte zugegeben, dass ihr Golden Retriever abgehauen war. Kurze Zeit später sei der Jagdscheininhaber dann mit seinem Mercedes und dem angebundenen Rüden an dem Haus der Hundebesitzerin vorbei gefahren, woraufhin sie sich in ihr Auto setzte und die Verfolgung aufnahm. Irgendwann konnte scheinbar der Vierbeiner nicht mehr mit dem Tempo mithalten und stürzte. Der Mann setzte seine Fahrt fort und hielt erst an, als Nachbarn sich dem Fahrzeug in den Weg stellten. Der Hund überlebte schwer verletzt, nachdem er rund zwei Stunden von einem Tierarzt behandelt wurde.
Die Präsidenten des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg, Dr. Jörg Friedmann sowie des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer, verurteilten in einer Pressemitteilung das abscheuliche Verhalten aufs schärfste: „Personen, die in bestimmten Tierarten nur Schädlinge sehen oder Tiere quälen, haben in unseren Reihen nichts verloren!“ Sofern sich der Sachverhalt bestätige, müsse die zuständige Behörde dem Jäger den Jagdschein entziehen.
BS


Aktualisierung vom 16. Dezember:

Wie verschiedene Medien berichten, haben Mitarbeiter des Balinger Landratsamtes zusammen mit der Polizei dem Beschuldigten am Freitag (13. Dezember) Jagdschein und Waffen entzogen. Die Herausgabe erfolgte freiwillig. Der Mann kündigte gegenüber den Behördenvertretern an, dass er Rechtsmittel einlegen werde.
BS