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Verantwortung braucht Gestaltungsmöglichkeiten

Abtprimas Dr. Notker Wolf bei seiner Festansprache. Foto: BJV © BJV

Dieser hatte für die rund 70 anwesenden Parlamentarier und die übrigen Angehörigen von Politik und Verwaltung ein paar Sätze fürs Stammbuch parat. "Wo bleibt das rechte Maß?" fragte der Ordensmann im Hinblick auf die ausufernde Bürokratie gerade auch beim Thema Jagd und Naturschutz. Um passende Beispiele war er dabei auch nicht verlegen: "Der Biber ist bei uns ja schon heiliger, als die Kuh in Indien".
Wie sehr Dr. Notker Wolf den Nerv seiner Zuhörer traf, zeigte sich auch an dem häufigen Zwischenapplaus. Diese dachten wohl an das bayerische Verfahren zur Verbissaufnahme und Abschussplanung, als der Abtprimas kritisierte, dass sich die Behörden an der Basis ja kaum noch etwas zu entscheiden trauten, weil sie Angst hätten, "von Oben eine auf den Deckel zu bekommen". "Verantwortung braucht Gestaltungsmöglichkeiten", so die These des katholischen Geistlichen, die er direkt aus dem göttlichen Auftrag zur Gestaltung aber auch Bewahrung der Schöpfung ableitete. Daher nahm der Benediktiner am Ende seiner Rede auch seine Zuhörer in die Pflicht. Es reiche nicht aus, auf die Obrigeit zu schimpfen. Es liege vielmehr an jedem Einzelnen, den "Auftrag Gottes ernst zu nehmen". Weitere Redner waren der CSU-Spitzenkandidat für die anstehenden Europawahlen, Markus Ferber, und Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.

<br>Erstmals Journalistenpreis verliehen<p><br></p>

Bei der Preisverleihung: BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, Monika Schwarzenbeck (li.), und Jagdkönigin Bettina Frühwald (re.) mit den Preisträgern (v.l.) Manuela Mayr, Christian Imminger, Jörg Sigmund, Sarah Bernhard, Katharina von der Leyen, Otto Lapp und Boris Forstner. Foto: BJV © BJV

Bei der Preisverleihung: BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, Monika Schwarzenbeck (li.), und Jagdkönigin Bettina Frühwald (re.) mit den Preisträgern (v.l.) Manuela Mayr, Christian Imminger, Jörg Sigmund, Sarah Bernhard, Katharina von der Leyen, Ott

Einem ausgewogene Berichterstattung zum Themenkreis Jagd trägt der BJV ab sofort mit einem jährlichen „Pressepreis“ Rechnung: Der 1. Preis ging an Otto Lapp und Sarah Bernhard vom „Nordbayerischen Kurier“ Bayreuth für die Zeitungsserie „Jagd im Visier“. Manuela Mayr, Jörg Sigmund und Christian Imminger von der „Augsburger Allgemeinen“ erhielten den 2. Preis für das Schwerpunktthema „Spur der Schweine“. Boris Forstner, „Münchner Merkur – Schongauer Nachrichten“, nahm für seine Reportage „Ein Schneemann auf Wildschwein Pirsch“ den 3. Preis entgegen. Jeweils einen Sonderpreis ernteten Ulrich Trebbin für sein Radiofeature „Im Wald und auf der Heide“ auf Bayern 2 und Katharina v.d. Leyen für ihren Kommentar „Schießen Sie nicht auf Jäger (denn die meisten sind Tierschützer)!“ in „Bild am Sonntag“.
JMB/SYS/ PM