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Vegane Gesellschaft fordert Fleischverbot in Deutschland

Die "Vegane Gesellschaft" fordert in Anlehnung an die Dieselverbote auch Fleischverbote. (Fotomontage) © Rasso Walch

"Da der meiste Feinstaub aus der Massentierhaltung stammt, begrüßen wir Musterklagen, die die Verursacher-Betriebe dicht machen und den Beginn von Fleischverboten. Alles andere wäre angesichts der Diesel-Fahrverbote ja geradezu unehrlich und inkonsequent", erklärt der Vorsitzende der Veganen Gesellschaft Deutschland, Christian Vagedes, in einer Pressemitteilung.

Anlass zu dieser Aussage gibt eine noch unveröffentlichte Studie des Max-Planck-Institut über die das WDR-Fernsehmagazin "Monitor" gestern (17. Januar) berichtete. Die Untersuchung sieht demnach die Landwirtschaft als eine der Hauptquellen für Feinstaub. Ammoniak-Emissionen, die vor allem bei der Ausbringung von Gülle entstehen, seien die Ursache für eine seit Jahren über dem Grenzwert liegende Belastung.

"Zeit für die vegane Wende!"

Der Verein führt in seiner Pressemitteilung weiter aus, dass die Massentierhaltung der größte Verursacher von klimaschädlichem CO2 und der Hauptgrund für das Meeressterben, die Vernichtung der letzten Regenwaldflächen und mitverantwortlich für den Welthunger sei. Es sei daher "Zeit für die vegane Wende!" und die Politik solle jetzt pflanzenbasierte Ernährung massiv fördern und nichtvegane Produkte schrittweise vom Markt nimmt.

Der Vorsitzende meint: "Wer A sagt und gerichtlich Fahrverbote durchsetzt, muss auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen. Alles andere wäre unlogisch und dementsprechend ganz schön verlogen."

Man darf also gespannt sein, wann es die ersten Fleischfreien-Zonen gibt und ob Wildbret davon auch betroffen ist, sollte es soweit kommen.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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