Home News Usutu-Virus und West-Nil-Fieber grassieren in Deutschland

Usutu-Virus und West-Nil-Fieber grassieren in Deutschland

Tote-Amsel © retbool - stock.adobe.com
Bereits über 1300 tote Amseln mit Verdacht auf Usutu-Virsu wurden gemeldet.

Das tropische Usutu-Virus sorgt auch in diesem Jahr wieder für ein Massensterben bei Amseln. Dem Naturschutzbund NABU wurden bis Mitte August 2019 bereits über 1300 Verdachtsfälle in Deutschland gemeldet. Im vergangenem Jahr waren es im gleichen Zeitraum 800 Meldungen. Vor allem sei, laut dpa, Niedersachsen von dem Virus betroffen.

Ausbreitung des Usutu-Virus in Deutschand 2018 © Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin/ Renke Lühken

Die Verbreitung des Usutu-Virus in Deutschland 2018.

Das Usutu-Virus gehört zur Familie der Flaviviren. Es wird überwiegend durch Stechmücken zwischen Vögeln übertragen. Seinen Ursprung hat das Virus in Afrika und wurde vermutlich durch Zugvögel nach Europa gebracht. Eine Übertragung auf den Menschen passiert nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) eher zufällig. In diesem Fall wird vom sogenannten Usutu-Fieber gesprochen. Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge können als Symptome auftreten. Bisher seien nur zwei Infektionen bei Menschen in Deutschland bekannt.

Fünf Fälle mit West-Nil-Fieber

Erneut kam es auch zum Ausbruch des West-Nil-Fiebers. In diesem Jahr wurden bislang fünf Fälle in Deutschland bekannt. Das Virus wurde u.a. bei zwei Schneeeulen und einer Blaumeise nachgewiesen. „Die Mückensaison beginnt jetzt erst. Es ist davon auszugehen, dass die Verbreitung zunehmen wird“, so Wolfgang Gaede vom Fachbereich Veterinärmedizin gegenüber der dpa. Der Erreger stammt ursprünglich aus den Tropen und wird gleich dem Usutu-Virus durch Stechmücken übertragen. Zwar sind Eulen-, Greif- und Rabenvögel die häufigsten Wirte, dennoch kann das Virus auch auf den Menschen sowie Pferde übertragen werden.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.