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USA: Oberstes Gericht bestätigt Recht auf Waffenbesitz

Ohne das Recht auf privaten Waffenbesitz hätten nicht nur viele Jagdwaffenhersteller - hier bei der IWA - sondern wohl auch die Jagd selbst kaum eine Zukunft. Foto: DIT


Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika, der Supreme Court, hat das Recht amerikanischer Bürger auf Waffenbesitz bestätigt. Selbstverteidigung sei ein Grundrecht, das von vielen Justizsystemen vom Altertum bis in die Neuzeit anerkannt werde, begründete Richter Samuel Alito das Urteil. Auch amerikansichen Bürgern müsse daher gestattet sein, eine Waffe zu besitzen, egal wo sie leben und welche kommunalen Gesetze dort gelten.
Vier Bürger hatten gegen die Waffengesetze von Chicago geklagt, wo Privatleuten Waffenbesitz seit 1982 strikt untersagt war. Einer der Kläger, der 76-jährige Schwarze Otis McDonald, der in einem Stadtteil mit hoher Kriminalität lebt, hatte seine Klage mit dem Wunsch begründet, sich mit der Waffe gegen Drogendealer und Gangster selbst verteidigen zu können. Dieses Recht auf Selbstverteidigung müsse dem Bürger zugestanden werden, befanden die Obersten Richter.
Das Gericht hat mit seinem Urteil den Zweiten Verfassungszusatz (Second Amendment) von 1791 interpretiert. Dort ist vom Recht der Bürger, Waffen zu tragen im Zusammenhang mit dem Interesse des Staates an einer "wohlorganisierten Miliz" die Rede. Das Gericht stellte nun klar, dass dieses Recht jedem amerikanischen Staatsbürger - psychisch Kranke und Kriminelle ausgenommen - zukomme. Während die schlagkräftige amerikanische Waffenlobby, die National Rifle Association (NRA) frohlockte, kam aus dem linksliberalen Lager teils heftige Kritik an dem Urteil. SE