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Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Halterungen zum montieren von Lichtquelle an Waffen sind in Deutschland verboten. © Dr. Dominik Thiel

Halterungen zum montieren von Lichtquelle an Waffen sind in Deutschland verboten.


Eigentlich hätte es gar nicht soweit kommen müssen. Doch da der Jäger sich nicht mit dem Zoll einigen wollte und auf die Herausgabe seiner Bestellung aus China pochte, kam es zur Anzeige. "Fahrlässiger Erwerb einer verbotenen Waffe", lautete die Anklage gegen ihn am vergangenen Montag am Offenburger Amtsgericht. Dabei war nicht die Taschenlampe an sich das Problem, sondern die mitgelieferte Halterung, die es ermöglicht, die Lichtquelle an ein Gewehr anzubringen.

Bei der Verhandlung habe er angegeben, dass er auch nach sorgfältigem Lesen der deutschsprachigen Anleitung keine Rechtswidrigkeiten hat feststellen können. Die Staatsanwaltschaft sah dies jedoch anders. Auf der Verpackung und in der Gebrauchsanweisung des laserähnlichen Utensils sei der Aufsatz für Schusswaffen deklariert gewesen. Auch das Argument des Grünrockes, dass er keine bösen Absichten gehabt hätte, überzeugte die Richterin nicht. Schlussendlich konnte man sich aber einigen: Gegen eine Auflage von 900 Euro wurde das Verfahren eingestellt, bestätigte eine Gerichtssprecherin gegenüber jagderleben.de. PM


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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