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Unterschriften Übergeben

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Freitag, 08.10.2010 - 13:08
DJV-Präsident Jochen Borchert (l.) und AMK-Vorsitzende Dr. Juliane Rumpf bei der Übergabe.<br> Foto: Torsten Reinwald/DJV © DJV
DJV-Präsident Jochen Borchert (l.) und AMK-Vorsitzende Dr. Juliane Rumpf bei der Übergabe.<br> Foto: Torsten Reinwald/DJV

Knapp 75.000 Menschen haben innerhalb von acht Monaten das 7-Punkte-Papier des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) gegen eine Zersplitterung des Jagdrechtes unterzeichnet. DJV-Präsident Jochen Borchert übergab die gesammelten Unterschriften in Lübeck an die schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf, die derzeit den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK) innehat.
Dabei appellierte Borchert an die Fachminister der Länder, sich für ein einheitliches Jagdrecht stark zu machen. Statt eines Flickenteppichs mit teils widersprüchlichen Gesetzen und Kleinstaaterei brauche es in Deutschland verlässliche Eckpfeiler des Jagdrechts, damit Jäger ihre umfangreichen Aufgaben entsprechend erfüllen können. Das Reviersystem und die damit einhergehende lückenlose Bejagung sei dafür unverzichtbar. "Tiere kennen weder Revier- noch Landesgrenzen", so der DJV-Präsident.
Der Verband macht sich aber auch für mehr "Bewegungsfreiheit" für die heimischen Wildtiere stark. “Es ist schwer vermittelbar, warum Hirsche nicht frei wandern dürfen, obwohl sie eine Naturschutz-Leitart sind”, sagte Borchert.
Hintergrund: Mit Millionen-Beträgen wird derzeit die Vernetzung von Lebensräumen durch Grünbrücken vorangetrieben, Rotwild muss jedoch in einigen Bundesländern per Gesetz sofort erlegt werden, wenn er aus die behördlich festgelegten Rotwildgebiete verlasse.
Die Lebensgemeinschaft Wald und Wild muss laut DJV zudem nachhaltig bewirtschaftet werden. Jagdrechtliche Anordnungen in den Ländern dürfen nicht von überzeichneten ökonomischen Forderungen dominiert werden. PM/RJE