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Unterschiedliche Reaktion auf Biberschäden

Foto: Reiner Bernhardt © Reiner Bernhardt

Nach dem Kormoran hat nun der Biber für politische Wellen in der bayerischen CSU gesorgt. Mehrere CSU-Landtagsabgeordnete wollten den strengen Schutz der vermehrungsfreudigen Nager lockern. Die Zahl der Biber in Bayern wird inzwischen auf 14.000 geschätzt - etwa doppelt so viel wie noch vor acht Jahren. Umweltminister Markus Söder (CSU) stockt stattdessen den Fonds für Biberschäden um 100.000 Euro auf jetzt 350.000 Euro im Jahr auf, wie eine Sprecherin Söders sagte. Eine generelle Lockerung des Jagdverbots sei dagegen nicht geplant.
Im Gegensatz dazu hat der brandenburgische Landkreis Märkisch-Oderland einem Bio-Landwirt die Tötung von fünf Bibern genehmigt. Während Bauern die Entscheidung begrüßten, kritisierten Naturschützer sie scharf. Die Genehmigung ist allerdings an Auflagen gebunden: So ist während der Frostperiode die Fangjagd verboten, ab März, wenn die Biber ihre Jungen aufziehen, dürfen keine Biber entnommen werden. BHA/SE