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Unterernährter und verwaister Luchs in Goslar eingefangen

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 28.10.2020 - 15:23
Luchs-Jungtier-Baumstamm © ondrejprosicky - stock.adobe.com
Das Luchsjungtier, welches in Goslar umherstreift, ist vermutlich verwaist und auf der Suche nach Nahrung (Symbolbild).

Durch die niedersächsische Stadt Goslar, am Rande des Harz gelegen, streifte in den vergangenen Tagen ein Luchs. Das Jungtier aus diesem Jahr hat laut Luchsbeauftragem Ole Anders offenbar sein Muttertier verloren und sei wohl auf der Suche nach Nahrung gewesen. Besonders auf herumstehendes Katzenfutter hätte es der Luchs wohl abgesehen gehabt, so die Vermutung des Luchsbeauftragten. Dabei würden die jungen Tiere auch nicht die Nähe zu Menschen meiden. Dies käme nicht oft, aber immer mal wieder vor, so Anders gegenüber der Redaktion.

Noch unklar, ob das Tier aufgepäppelt wird

Der junge Kuder konnte nun von Experten eingefangen werden. Dies gelang laut Ole Anders mittels Anlocken durch Rindfleischbrocken und dem Einsatz eines Betäubungsblasrohrs. Nach der veterinärmedizinischen Diagnostik wolle man entscheiden, ob das Tier aufgepäppelt werden kann oder eine Hilfe aussichtslos sei. Bis zur Entscheidung, welche bis Ende dieser Woche zu erwarten ist, verbleibe das Tier in einem separierten Gehege.

Woran das Elterntiergestorben ist, sei unbekannt. In kürzerer Vergangenheit sei kein weiblicher Luchs totaufgefunden worden. Das in anderen Luchsvorkommen bekannte „Katzen-AIDS“, wäre laut Ole Anders im Harz bislang nicht vorgekommen.


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