Home News Unnötiges Tierleid

Unnötiges Tierleid

An der Unfallstelle: Christian Millauer mit einem überrollten Kalb. Foto: Thomas Plettenberg © Thomas Plettenberg

Christian Millauer, Berufsjäger eines privaten Forstbetriebs, wurde am Freitagmorgen gegen 7:00 Uhr von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim verständigt. Er solle ein totes Reh von den Bahngleisen zwischen Geitau und Osterhofen bergen. Doch als er an der Unfallstelle ankommt, findet er zunächst ein verendetes Kalb. Einige Meter weiter entdeckt er direkt neben den Schienen ein Alttier, das immer wieder versucht auf die Läufe zu kommen. Doch durch den Aufprall wurde der Ziemer so geschädigt, dass die Hinterläufe, zumindest die noch vorhandenen, gelähmt waren. Ein gezielter Fangschuss erlöste es schließlich.
Beim Abtransport findet Millauer dann noch ein totes Kalb. Rund 50 Meter vom ersten Fundort entfernt wieder ein Alttier mit der gleichen Verletzung und wieder beendet der Jäger das Leid mit seiner Büchse.
Wie sich später herausstellte, geschah der Unfall bereits am Vorabend um zirka 19.30 Uhr. Zwar wird Millauer jedes Jahr fünf bis sechs Mal von der Bundespolizei zu Wildunfällen gerufen, doch einen ähnlichen Vorfall wie diesen gab es bisher nicht. „So kann das nicht weiter gehen, irgendwas muss hier passieren“, zeigte sich der erfahrene Grünrock betrübt gegenüber jagderleben. Auch hätten andere Zugführer die schwerkranken Tiere sehen und Meldung machen müssen.
BS