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"Ungenügend" kann korrekt sein

Foto: Thorben Wengert / PIXELIO © Thorben Wengert / PIXELIO

Die gerichtliche Überprüfung einer Jägerprüfung kann nur den Ermessensspielraum der Prüfungskommission beurteilen, nicht aber das Prüfungsergebnis an sich. Ist also eine rechnerische Ermittlung des Prüfungsergebnisses nicht möglich, liegt eine Ermessensgrundlage des jeweiligen Prüfers vor. Die gerichtliche Nachprüfung des mündlich-praktischen Teils der Jägerprüfung beschränkt sich somit darauf, ob der Prüfer die Grenzen des ihm zur eigenverantwortlichen Beurteilung zugewiesenen Bereichs überschritten hat. Aufgrund dieses Spielraumes kann auch dann ein "ungenügend" vergeben werden, wenn nicht nur falsche Antworten abgegeben worden sind. Insbesondere ist es gerichtlich nicht zu beanstanden, wenn der Prüfer die Leistung des Prüflings mit der Note "ungenügend" bewertet, wenn bis zu 25 Prozent der gestellten Anforderungen erfüllt werden (VG Saarlouis, Az.: 5 K 1527/09). jlp