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Unfaire Jägerschelte: Wolfsberater kritisiert NABU

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Dienstag, 22.03.2011 - 01:03
Ulrich Wotschikowsky. Foto: Eva Junker © Eva Junker


In seinem offenen Brief warf Wotschikowsky Markus Bathen, dem Verfasser des Beitrags, Unkenntnis in ökologischen Fragen vor: Sein "Ausflug in die Ökologie der Wölfe" sei "gründlich missraten". Vor allem richtet sich der Ärger Wotschikowskys jedoch "gegen die Wolfspolitik des Nabu" und anderer Schutzverbände: "Der NABU hat sich von der sachlichen Argumentation verabschiedet und verfällt zunehmend in reine Klientelpolitik. Diese Klientel sieht im Wolf eine Art Heiligtum, das unter keinen Umständen angerührt werden darf. Dabei scheint ihm jedes noch so abwegige Argument recht. Außerdem pflegt der NABU eine Feindschaft zu den Jägern, ungeachtet der Tatsache, dass viele seiner Mitglieder Jäger sind.
"Wenn Du schreibst, dass "ein gemeinsamer Umgang mit dem Wolf unter Beteiligung aller Interessengruppen, ganz besonders der Jägerschaften" entwickelt werden solle, dann solltest Du diesen Appell zu allererst an Deinen Arbeitgeber richten. Den Jägern muss dieser Absatz in Deiner Pressemeldung wie blanker Hohn vorkommen", schreibt Worschikowsky.
So aber sei eine große Chance vertan worden, die Jäger in den Schutz der Wölfe einzubinden. Gebetsmühlenhaft werde den Jägern unterstellt, sie wollen den Wölfen sofort ans Leder: "Das ist schlicht und einfach eine unfaire, unsaubere Art der Auseinandersetzung. Wir haben mehr tolerante Jäger, als manche Leute wahrhaben wollen", ärgerte sich Wotschikowsky im Gespräch mit der Redaktion. "Wir hätten nicht so viele Wölfe in Brandenburg und Sachsen, wenn die Jäger so wären, wie man ihnen unterstellt."
Die Vereine, tadelt der Wildbiologe abschließend, führten einen "Privatkrieg gegen die Jägerschaft", anstatt sich um den Wolf und den Naturschutz zu kümmern. Stephan Elison

Link: Offener Brief im Wortlaut

Link: NABU-Meldung