Home News Unbekannte quälen Enten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Unbekannte quälen Enten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Ente-Verletzt © Wildvogelrettung e.V.
Die Ente wurde mit einem Pfeil für Blasrohre verletzt.

Am 03. September ereignete sich in Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) ein Fall von Tierquälerei. Eine Frau, welche anonym bleiben möchte, entdeckte eine verletzte Ente. Diese saß mit einem Pfeil im Flügel an einem Bachlauf nahe einer Schule. Die Finderin informierte daraufhin die örtliche Wildvogelrettung.

Die Erste Vorsitzende des Vereins gibt gegenüber der Redaktion an, dass die Ente in Absprache mit ihnen zu dem „Vereinstierarzt“ gebracht wurde. Ein Röntgenbild zeigte keinerlei Knochenbrüche – daher konnte der Pfeil schnell entfernt, die Wunde gesäubert und vernäht werden. Hätte der Breitschnabel schwerwiegendere Verletzungen davon getragen, so hätte man ihn erlöst.

Zweiter Vorfall mit gleichem Pfeil

Ente-Roentgenbild © Wildvogelrettung e.V.

Auf dem Röntgenbild sind keine Knochenbrüche erkennbar.

Der Ente gehe es soweit gut und sie werde schnellstmöglich wieder in die Natur entlassen. Die Kosten der Behandlung wird der Verein selbst tragen, so die Vorsitzende weiter. Ähnliche Vorfälle von verletzten Vögeln seien seit rund zwei Jahren häufiger zu beobachten.

Bereits wenige Tage später am 10. September wurde eine zweite verletzte Ente gefunden. Auch diese hatte einen Pfeil im Körper stecken. Die Vereinsvorsitzende hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße kann den geschilderten Vorfall so bestätigen. Sachdienliche Hinweise können unter der Telefonnummer 06321/8540 an die Beamten gemeldet werden.

Ente in Baden-Württemberg erdrosselt

Ente-Tot-Wiese © Polizeipräsidium Konstanz

Ein Unbekannter hatte die Ente mit einem Dichtungsgummi erdrosselt.

Ein weiterer Fall von Tierquälerei trug sich in Bodman-Ludwigshafen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) am 2. September zu. Ein Spaziergänger entdeckte eine tote Ente. Diese lag auf einer Wiese im Stadtgarten. Um ihren Hals war ein Verdichtungsgummi geknotet, so die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz. Der Passant informierte einen vorbeifahrenden Streifenwagen der Polizei über seinen Fund.

Die Beamten nahmen den Vorfall auf und setzten den Jagdpächter in Kenntnis. Nach Angabe des Pächters sei die Ente noch nicht sehr lange ums Leben gekommen, so die Pressesprecherin weiter. Die Polizei ermittelt nun wegen einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall können an das Polizeirevier Stockach unter der Telefonnummer 07771/93910 gegeben werden.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.