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Umweltministerium: Toter Wolf wurde möglicherweise gequält

Woelfin-tot © Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Das Umweltministerium vermutet, dass die Wölfin vor ihrem Tod gequält wurde.


Die tote Wolfsfähe, die am Abend des 20. Juli im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) im Elbe-Seitenkanal gefunden wurde, musste laut einer Vermutung des Umweltministeriums vor ihrem Tod schlimme Qualen erleiden. Dies gab das Ministerium gegenüber der Redaktion bekannt. Wie Justina Lethen, Pressesprecherin des Ministeriums erklärte, sei dem Tier die Lunte abgehackt worden.

Außerdem haben der oder die Täter ein Stahlseil durch die Vorderpfote gezogen, das der Fähe zusätzlich um den Hals gebunden wurde. Ein Experte des Umweltministeriums vermute aufgrund des "Blutes" und des "Gesichtsausdrucks" des Tiers, dass diese Quälereien möglicherweise noch vor dessen Tod durchgeführt wurden, so Lethen weiter. Den genauen Ablauf der Taten muss nun die Obduktion klären.

Olaf Lies verurteilt die Tat

Umweltminister Olaf Lies äußerte sich folgendermaßen zu dem Vorfall: „Nicht nur, dass es eine Straftat ist, den Wolf illegal zu töten. Es ist unglaublich, so wie es die Bilder es zeigen, wie dieser Wolf auch noch gequält wurde und gelitten hat. Es gibt keinen anderen Weg, als alles zu ermöglichen, den oder die Verantwortlichen für diese Taten herauszufinden und auch entsprechend hart zu bestrafen. Diese Selbst“justiz“ ist unverantwortlich und da gibt es meinerseits überhaupt keine Toleranz.

Gibt es ein Problem, dann entscheiden wir als Staat, dass gehandelt werden muss und dann handeln wir auch als Staat. Der Fall bildet auch die Dramatik ab, die wir zwischen Wolfs-Befürwortern und Wolfs-Gegnern haben - es gibt oft Reaktionen und Konfrontationen in einem emotionalen Ausmaß, das der Herausforderung, die wir haben, überhaupt nicht gerecht wird. Es ist an der Zeit, dass alle abrüsten. Das was da passiert ist, darf auf keinen Fall wieder passieren.“


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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