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Umweltminister macht sich selbst ein Bild

Probeschuss: Minister Frank Kupfer (sitzend) und LJV-Präsident Knut Falkenberg (r.) wollen eine neue Prüfungsordnung.  Foto: Christiane Barth © Christiane Barth

Hintergrund des Besuches war die Vorstellung einer vom Schießleiter des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), Dr. Torsten Krüger, überarbeiteten Schießprüfung für angehende Jungjäger, welche im Rahmen einer Novellierung des Landesjagdgesetzes berücksichtigt werden sollte.
Ziel ist eine deutlich praxisnähere Prüfung, die den Belangen des Tierschutzes und den Anforderungen der Jagdpraxis entsprechen soll. Neben Staatsminister Kupfer waren LJV-Präsident Knut Falkenberg, der Präsident des SJSV Ralf Schnabel sowie Katrin Müller, Jagdreferentin im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft anwesend. Geleitet wurde die Veranstaltung von Dr. Torsten Krüger, welcher neben seiner Funktion als DJV-Schießleiter seit vielen Jahren im Bereich der Jungjägerausbildung tätig ist.
Der Vorschlag für die neue Prüfungsordnung sieht eine Prüfung in den folgenden vier Disziplinen vor:
  1. Fünf Schuss auf den stehenden Rehbock aus einer Entfernung von 100 Metern. Im Gegensatz zur bisherigen Prüfungsordnung soll allerdings nicht mehr stehend angestrichen, sondern sitzend aufgelegt von einem Hochsitz aus geschossen werden. Statt der bisher benötigten drei Treffer sieht der neue Vorschlag vier Treffer zum Bestehen der Prüfung vor. Als Treffer wird jeder Schuss gewertet der zumindest eine Neun auf der Wildscheibe ist.
  2. Fünf Schuss auf den laufenden Keiler aus einer Entfernung von 50 Metern. Auch hier wurden die Anforderungen angepasst. Zum Bestehen sind demnach nicht wie bisher 2 Treffer im Bereich der Ringe nötig sondern 3.
  3. Bei den Wurfscheiben bleibt alles wie bisher. Geschossen wird die Disziplin „Jagdlich Trap“. Hierbei müssen vier der 15 Wurfscheiben getroffen werden. Alternativ soll auch die Disziplin Skeet (ohne Dubletten) möglich sein.
  4. Zehn Schuss mit einer frei wählbaren Kurzwaffe auf 25 Meter auf die DJV-Scheibe Nr. 8 Zum Bestehen sind vier Treffer notwendig. Der bisher auf 35 Meter geschossene laufende Kipphase ist in der neuen Prüfungsordnung nicht mehr vorgesehen.
Der Vorschlag wurde im Grundsatz als sehr sinnvoll und umsetzungswürdig angesehen. Lediglich bezüglich des Kurzwaffenschießens ware man unterschiedlicher Meinung, da hier nicht alle eine Prüfung für notwendig erachten. PM