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Umweltminister fordert intensivere Jagd

Umweltminister Remmel mit neuen Forderungen an die Jäger. Foto: MKULNV © MKULNV

Wie dann die neueste Forderung von Umweltminister Remmel umsetzen, die er jetzt erhob? Remmels Feststellung: Die Zahl der Rehe im Land ist zu groß. Der Grünen-Politiker sieht in den "überhöhten Schalenwildbeständen" eine Bedrohung für den Aufbau naturnaher Wälder. Seine Lösung: Intensivere Jagd und mehr Eigenverantwortung für Jäger. Remmel dazu jüngst im Landtag: Die Jäger kämen ihrer im Bundesjagdgesetz festgelegten Hegeverpflichtung "nicht immer oder nur unvollkommen nach". Schützenhilfe bekommt er vom Naturschutzbund (NABU) NRW. Die Münstersche Zeitung zitiert Birgit Königs, dessen Pressesprecherin: "Die Jäger legen besonders auf die kapitalen Tiere an." Jagdpächter wollten immer leicht zu jagende, große Tiere in ausreichender Menge zur Verfügung haben. Das sei gängige Jagdpraxis, so Königs in der Presse.
Der Landesjagdverband ist hingegen wie der Waldbauernverband der Auffassung, dass es keinen flächendeckenden Wald-Wild-Konflikt gibt. Das habe sich nach dem verheerenden Sturm Kyrill vor fünf Jahren gezeigt. Damals habe der LJV zu einer intensiven Bejagung der Rehe aufgerufen, erinnert Andreas Schneider: „Dass die Kyrillflächen heute wieder gut bestockt sind, ist auch der intensiven Jagd zu verdanken.“ PB/BS