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Übungsplatz Munster beherbergt jetzt zwei Wölfe

Der Beweis: Die beiden Wölfe auf einem morgendlichen "Pirschgang". Foto: Helge John © Helge John

"Das ist eine schöne Nachricht", freute sich Stefan Birkner, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Am 16. Juni sind die beiden Wölfe buchstäblich in die Fotofalle von Wolfsberater Helge John getappt.

Auf der Basis des niedersächsischen Wolfskonzeptes und des Kooperationsvertrages zwischen dem Land Niedersachsen und der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) wird die natürliche Rückkehr von Isegrim von den Wolfsberatern und der Landesjägerschaft begleitet. Bei dem Foto handele es sich um den ersten eindeutig bestätigten Nachweis (C1) von zwei gemeinsam auftretenden Wölfen in der Lüneburger Heide, bekräftigte Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft und zuständig für das Wolfsmonitoring in Niedersachsen. Dass sich ein Wolf dauerhaft auf dem Truppenübungsplatz aufhält, ist seit April 2011 bekannt. Im vorigen November konnte anhand gefundener Losung nachgewiesen werden, dass es sich um eine jetzt zweijährige Fähe aus dem Nochtener Rudel in Sachsen handelt. In diesem Jahr schließlich gab es mehrfach Hinweise, dass sich auf dem Übungsplatz Munster-Nord zwei Tiere aufhalten. So wurde in den vergangenen Wochen wurde auf dem Übungsplatz mehrmals Wolfslosung gefunden. Aus den genetischen Analysen dieser Proben erhofft man sich Auskunft über das Geschlecht und die Herkunft des zweiten Wolfes.
Insgesamt halten sich in Niedersachsen mindestens drei Wölfe auf. Neben den beiden jetzt zusammen fotografierten Tieren im Raum Munster lebt vermutlich ein weiterer Isegrim im Wendland. Der letzte eindeutige Nachweis (C1) stammt aus dem Februar. MU/LJN