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Überraschender Ausgang der Präsidiumswahl auf dem Landesjägertag

Reinhard Schneider
am
Freitag, 17.06.2022 - 08:22
Thomas-Nießen-LJV-Praesident-MV © Reinhard Schneider
Thomas Nießen, neuer Präsident des LJV Mecklenburg-Vorpommern.

Der Wahlmarathon zum neuen Präsidium des Landesjagdverbands Mecklenburg-Vorpommern auf dem Landesjägertag am 11. Mai in Linstow endete mit einer Überraschung. In der Stichwahl zum neuen LJV-Präsidenten setzte sich Thomas Nießen durch. Der 55-jährige diplomierte Landschaftsarchitekt und Vorsitzende des Jagdverbandes Rügen hatte sich erst kurz davor für eine Kandidatur entschieden. Der vom alten Präsidium favorisierte Kandidat Marco Gemballa fiel bei den Delegierten lautstark in Ungnade, als er in seiner Bewerbungsrede zu sehr die Chefrolle herauskehrte, die er im künftigen Amt anstreben wolle.

Dem neuen Präsidium gehören weiterhin an: Dr. Henning Wetzel, Martin Rosch und Dietrich Monstadt als Vizepräsidenten, Bernd Wieczorkowski (Schatzmeister) und Gerhard Kusch (Pressesprecher). LJV-Präsident Dr. Volker Böhning hatte nach über 20 Amtsjahren nicht mehr kandidiert.

Neues Landesjagdgesestz

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) kündigte auf Grund des fortschreitenden Klimawandels und des dadurch erforderlichen Waldumbaus eine Novelle des Landesjagdgesetzes an. Als Eckpunkte nannte er unter anderen die Einführung des Wildwirkungsmonitorings als Grundlage der Abschussplanung im Gesamtwald und die Bleiminimierung. Das Rehwild solle ganz aus der Abschussplanung ausgenommen und für weibliches Rot- und Damwild sollen nur noch Mindestabschüsse vorgegeben werden.

Backhaus betonte, für ihn gehören Wald, Wild und Feld zusammen. Er wolle die Novelle des Landesjagdgesetzes, nicht wie in Brandenburg geschehen, gegen die Jägerschaft, sondern mit ihr entwickeln und bot dem Landesjagdverband Konsultationen in Vorbereitung des neuen Jagdgesetzes an. Ausdrücklich dankte der Minister den Jägern für ihren Einsatz in der ASP-Bekämpfung. „Die Schwarzwild-Rekordstrecke von 106.803 Stück bezeugt, dass wir nur durch die Jäger einen so guten Stand in der ASP-Bekämpfung im Land zu verzeichnen haben.“


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