Home News Tuberkulose-Erreger bei Hirsch in Hessen nachgewiesen

Tuberkulose-Erreger bei Hirsch in Hessen nachgewiesen

Das Rippenfell war mit Auflagerungen bedeckt.


Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) hat bekannt gegeben, dass bereits im September ein Rothirsch zur Begutachtung abgegeben worden war, der ungewöhliche Merkmale innen am Rippenbogen zeigte. „Auffällig waren ungewöhnliche, wie anhaftendes Sägemehl aussehende Auflagerungen auf der Innenseite des Brustkorbes. Die Veränderung des Rippenfells war von einer schleimigen Substanz umgeben“, so der Bericht des Labors. Die nähere Untersuchung habe ergeben, dass es sich um eine Infektion mit Bakterien handelt. Diese wurden mittels einer PCR (DNS-Analyse) als Mycobacterium Bovis ermittelt, wie ein Sprecher des LHL gegenüber der Redaktion erklärte. Das Bakterium ist eines von mehreren, die die Tuberkulose auslösen können.

Tuberkulose unterliegt beim Wild der Meldepflicht

Ein kultureller Nachweis stünde noch aus, da diese Bakterien sehr langsam wachsen. Der Befund wurde allerdings bereits vom Friedrich-Löffler Institut bestätigt. Es handelt sich um ein anderes Bakterium, als das im Allgäu grassierende Mycobacterium Caprae. Wo der Hirsch sich mit dem Erreger infiziert habe, müsse noch untersucht werden. Das LHL geht bislang von einem Einzelfall aus. Die Krankheit unterliegt beim Wild der Meldepflicht, bei Rindern sogar der Anzeigepflicht.

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Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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