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Trotz Wärmebildkamera: Jäger verwechselt Pony mit Wildschwein

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Donnerstag, 10.12.2020 - 16:27
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Islandpony-Winter © Nena - stock.adobe.com
Das Islandpony stand auf einer Weide am Waldrand (Symbolbild).

Ein Jäger war gestern Nacht in einem Waldstück nahe Ebersbach (Baden-Württemberg) zur Wildschweinjagd unterwegs. Gegen 23 Uhr bekam der 34-jährige Mann eine Rotte Schwarzwild im Bestand in Anblick, welche gerade Richtung Waldrand wechselte.

Wie die Pressestelle der Polizei angibt, konnte der Jäger mithilfe eines Wärmebildgerätes die Rotte am Waldrand vermeintlich erneut beobachten und gab auf etwa 80 Meter einen Schuss ab. Erst als der Waidmann das beschossene Tier anging, bemerkte er seine folgenschwere Verwechslung – denn vor ihm lag ein verletztes Islandpony. Dieses stand am Waldrand mit weiteren Pferden auf einer Weide.

Pony wurde notoperiert

Gegenüber der Redaktion teilte eine Sprecherin der Polizei mit, dass der Mann umgehend selbst die Polizei informiert hatte, sodass auch der Besitzer über den Vorfall in Kenntnis gesetzt werden konnte. Das Pony wurde an der linken Seite im Bereich der Bauchdecke verletzt, so die Polizistin weiter. Es wurde in einer Tierklinik notoperiert und befinde sich derzeit auf der Intensivstation. Man gehe davon aus, dass es den Unfall überleben wird.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie der Missachtung seiner Sorgfaltspflicht. Hierbei werde auch überprüft, ob der Mann seinen Jagdschein künftig behalten darf.


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