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Trotz teurer Sanierung: Aus für Tontaubenstand

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Leonie Engels
am
Donnerstag, 17.02.2022 - 16:38
Tontauben © Rionegro – stock.adobe.com
In dem Naturschutzgebiet wird bis auf Weiteres der Betrieb des Schißestandes untersagt. (Symbolbild)

Nachdem der Schützenverein Fischerhude (bei Bremen, Niedersachsen) seinen Tontaubenstand in den geschützten Wümmewiesen saniert hatte, hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die vom Landkreis Verden erteilte Genehmigung für eine geplante Wiederaufnahme für unrechtmäßig erklärt. Die aufwendige Geländesanierung von knapp 500.000 Euro erhielt der Verein teilweise aus Fördergeldern und Verschuldungen. Nun droht dem Verein die Insolvenz, sollten sie die drohenden Rückzahlungen nicht leisten können. Das teilte Vereinssprecher Reinhard Wischhusen der "Kreiszeitung" mit.

NABU hatte geklagt

Bereits Ende Oktober 2021 hat der Naturschutzbund (Nabu) ein Eilrechtsschutzverfahren durch das Verwaltungsgericht Stade angestrengt, da sich der Schießstand im heutigen Landschafts- und Vogelschutzgebiet befindet. Laut der "Kreiszeitung" sei der Landkreis Verden daraufhin angewiesen worden dem Schützenverein Fischerhude den Betrieb des sanierten Schießstandes bis zur gerichtlichen Entscheidung zu untersagen.

Obwohl die betroffenen Schützen des Vereins Beschwerde erhoben, wurde der eigentlich geltende Bestandsschutz für den Tontaubenstand aus den 1960er-Jahren für erloschen erklärt. „Der Landkreis hätte prüfen müssen, ob die erteilte Genehmigung noch mit dem heutigen Recht vereinbar sei“, so die "Kreiszeitung" über die Auffassung der Lüneburger Richter.

Keine Chance auf eine erneute Genehmigung

Auch wenn sich der Verein an die erteilten Bau- und Betriebsgenehmigungen vom Landkreis gehalten hat und bereits im vergangenen Sommer den Schießstand sanierte, „hat der Stand nach den heutigen immissionsschutzrechtlichen Standards keine Chance auf eine neue Genehmigung“, mutmaßt Wischhusen gegenüber der "Kreiszeitung". Nun drohen dem Verein die Rückzahlung der Fördergelder, weil die geförderte Sportstätte nicht in Betrieb geht. Auch der Pachtvertrag ist für 25 Jahre geschlossen worden. Dabei ist das oberste Gebot, die drohende Insolvenz des Vereins zu verhindern.


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