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Trophäenangler im Visier

Wer lediglich für ein Beute-Foto angelt, handelt laut Fischereiverband gegen das Tierschutzgesetz. Foto: BS © BS

Wer lediglich für ein Beute-Foto angelt, handelt laut Fischereiverband gegen das Tierschutzgesetz. Foto: BS


Grundsätzlich solle der Tierschutz stärker im Saarländischen Fischereigesetz (SFischG) verankert werden und überflüssige wie nicht zielführende Bestimmungen entfallen. Der entsprechende Antrag wurde am Mittwoch (14. September) zur ersten Lesung in den Landtag eingebracht. Dazu wurde gemeinsam mit dem Fischereiverband das bestehende Gesetz bewertet.
Bestimmungen, wie zum Beispiel die Pflicht zur Erstellung von Hegeplänen, hätten sich als zu bürokratisch erwiesen und seien deshalb überflüssig. Des Weiteren soll in den § 1 die Aufnahme des Gebotes der "Waidgerechtigkeit" erfolgen. Das heißt, dass die Fischerei nur unter Beachtung der tierschutzrechtlichen Vorschriften ausgeübt werden darf. Trophäenangeln, auch als "catch and release" bekannt, soll demnach künftig verboten sein. Sebastian Hoffmann, Biologe beim Fischereiverband, begrüßte im Gespräch mit jagderleben die Novelle: "Es ist nicht konform mit dem Tierschutzgesetz, allein mit der Absicht zu angeln, möglichst große Fische für ein Foto zu fangen und anschließend wieder zurück zu setzen." Obwohl die jeweiligen Fischereigesetze Ländersache seien, regele dies eigentlich schon das Tierschutzgesetz auf Bundesebene.
BS