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Trophäen-Wilderer gesucht

An einer Suhle: Hier fand der Berufsjäger den 80 Kilogramm Keiler. Foto: Polizei Ebersberg


Hörmann vermutet die Nacht von 5. auf den 6. November als Tatzeitpunkt. „Der Wilderer muss aufs Haupt geschossen haben, da wir keine Verletzung am Wildkörper finden konnten“. Es ist schon der dritte Fall von Wilddieberei dieses Jahr in dem 5.000 Hektar großen Wildpark der Bayerischen Staatsforsten östlich von München. Im Juni waren von einem anderen Berufsjäger eine Bache und ein weiterer Keiler gefunden worden. Auffällig damals: An der Bache lies der Täter das Haupt dran, dem Keiler fehlte es. Forstbetriebsleiter Dr. Heinz Utschig vermutet, dass es jemand auf die Trophäen abgesehen hat und sich bei der Bache damals vertan hatte. „Es ist dreist, was sich der traut. Wir sind es jedenfalls nicht gewohnt, dass jemand meint, er könne tun was er will. Wir werden unsere Kontrollmechanismen verstärken.“ Im Wildpark Ebersberger Forst werden jährlich etwa 600 Sauen erlegt. Dadurch, dass lange Zeit Jagdruhe auf Schwarzwild herrscht, sind jene teils schon bei bestem Büchsenlicht unterwegs. Keiler erreichen dort häufig das Alter eines Hauptschweins mit entsprechender Trophäenqualität.
MW