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Trophäen-Einfuhr verschärft

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Samstag, 04.04.2015 - 02:10
In Afrika werden jährlich etwa 40.000 Dickhäuter gewildert. Foto: Brent Stirton/NG © Brent Stirton/NG
In Afrika werden jährlich etwa 40.000 Dickhäuter gewildert. Foto: Brent Stirton/NG

Unter die neuen Regelungen fallen: Elefanten der südafrikanischen Populationen (Südafrika, Namibia, Botswana, Zimbabwe), Löwe, Flusspferd und Breitmaulnashorn (alle afrikanischen Populationen) sowie Eisbär und Argali Wildschafe. Reichte für die Einfuhr in einen EU-Mitgliedstaat bislang das vom Jagdland ausgestellte CITES-Export-Dokument, muss nunmehr für alle Trophäen dieser Wildarten eine Einfuhrgenehmigung beantragt werden. Die Genehmigung muss vor (!) dem Versenden erteilt sein.
Zuständige Behörde in Deutschland ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn. Die Behörde ist dabei berechtigt, die Genehmigung zu verweigern, wenn sie – wissenschaftlich begründet – die Ansicht vertritt, dass die Jagd für die Wildart schädlich ist oder keine Bestätigung des Jagdlandes vorliegt, dass die Jagd legal war.
In Deutschland wird das Verfahren bereits seit Februar umgesetzt. Laut BfN wurde bislang keiner der gestellten Anträge verweigert. Jägern, die diese Arten bereits bejagt und ihre Trophäen noch nicht erhalten haben oder Jägern, die sie noch bejagen wollen, kann nur empfohlen werden, sich auf der Homepage des BfN über die neuen Regelungen zu informieren.
Die neuen Einfuhrgenehmigung, die über die CITES-Vorschriften hinausgehen, sollen den Missbrauch eingrenzen. In der Vergangenheit hatten u.a. Händler aus Asien legale Trophäen von Nashörnern aus Südafrika erworben und unerlaubterweise in China und Vietnam in den Handel gebracht. Sowohl der Internationale Jagdrat CIC als auch die FACE haben die Regelungen kritisiert, da sie kaum geeignet seien, zur Eindämmung der Wilderei beizutragen.
RDB
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