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Trichinen in Bayern entdeckt

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Mittwoch, 06.07.2016 - 17:54
Das erlegte Stück Schwarzwild. Foto: privat © Privat

„Uns Jägern ist die Lebensmittelsicherheit sehr wichtig. Deshalb muss auch die vom Staat vorgeschriebene Untersuchungspflicht auch bei den kleinsten Frischlingen strikt eingehalten werden“, sagte der Schütze, der lieber anonym bleiben will, gegenüber der Redaktion. Im Juni hatte er im Kreis Würzburg einen 34 Kilogramm schweren Überläufer erlegt und Zwerchfellpfeiler sowie Unterarmmuskulatur zur Untersuchung auf Trichinenbefall an einen Schlachthof geliefert. Jener meldete sich tags darauf mit dem Ergebnis: Positiv! „Da staunt man natürlich erst mal, wenn sowas einem selbst passiert“, schmunzelt der Waidmann. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung beträgt nämlich die Wahrscheinlichkeit eine positive Wildsau zu erlegen gerade mal 0,003 Prozent.
Da es sich bei Trichinen um eine meldepflichtige Infektionskrankheit handelt, wurde das zuständige Veterinäramt Würzburg aktiv und entnahm weitere 400 Gramm Untersuchungsmaterial. Erst nach Freigabe durften die Jäger den Körper dann der Tierkörperbeseitigungsanlage zuführen. Die Wildkammer musste daraufhin mit starken Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Wer übrigens ein nicht auf Trichinen beschautes Stück Schwarzwild an Dritte weitergibt oder dem häuslichen Verbrauch zuführt, begeht nach der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung (Tier-LMHV) eine Straftat.
MW