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Trau schau wem

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Samstag, 12.12.2015 - 01:10
Foto: DWTS © DWTS
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Der Landesjagdverband Hessen ist ein Partner der Deutschen Wildtier Stiftung (DWS). Der Bayerische Jagdverband macht mit ihr gemeinsame Sache, wenn es um den Umgang mit dem Rotwild geht. Derartige Kooperationen sind richtig und wichtig, doch sollte man sich immer genau anschauen, mit wem man sich ins Boot setzt.
Es fing mit dem Kritiker Prof. Josef Reichholf an. Er ist der Botschafter der Deutschen Wildtier Stiftung. Im Oktober 2012 sagte er, dass das deutsche Jagdsystem ein „Relikt aus der Feudalzeit“ sei und die Jägerschaft die Schuld an wachsenden Schalenwildbeständen tragen würde. Das war für viele DWS-Sympathisanten der erste Schlag ins Gesicht. Zwei weitere folgten kürzlich.
Ende November wurde der Diplom-Psychologin Uta Maria Jürgens ein Forschungspreis in Höhe von 50.000 Euro verliehen (auch wir berichteten darüber, zugegeben etwas blauäugig). Recherchiert man ein wenig zu dieser Person, gelangt man schnell zu der Seite „Pelz war Leben“. Nun kann man zu der Pelztierhaltung stehen, wie man will. Aber das von Jürgens initiierte Projekt pflegt ein Bündnis mit anderen Organisationen wie fuechse.info und schonzeit-fuer-fuechse.de. Diese wiederum paktieren auch mit der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ oder mit „Peta“. Dass solche Konglomerate jedoch alles andere als sachlich und wissenschaftlich basiert für ihre Ideologien Werbung und Spendenfang betreiben, dürfte auch der DWS nicht entgangen sein. Zumal sogar das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen vor den Tierrechtlern warnte.
Zuletzt sorgt noch eine Pressemitteilung für „leichte“ Verunsicherung. Die DWS arbeitet mit dem Komitee gegen Vogelmord wegen „krimineller Machenschaften beim Bau von Windkraftanlagen“ zusammen. Grundsätzlich ist daran nichts verwerflich. Doch bei diesen Vogelschützern handelt es sich um jene, die laut eigener Aussage regelmäßig illegale Fanganlagen von Jägern finden und diese anzeigen – zuletzt übrigens vergeblich.
BS