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Trappenbestand im Weinviertel erholt sich

Bei der Übergabe (v.l.): Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Kammerpräsident NR Hermann Schultes und EVN-Sprecher DI Dr. Peter Layr. Foto: Büro Pernkopf © Büro Pernkopf

Der Turm, der bei Roseldorf in der Gemeinde Sitzendorf an der Schmida steht, kann als sichtbares Zeichen für die erfolgreichen Bemühungen zum Schutz der Großtrappe gewertet werden. Deren Brutzeitbestand hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren von rund 60 Exemplaren im Jahr 1996 auf derzeit rund 240 Individuen vervierfacht. Alleine rund um Roseldorf gibt es derzeit knapp 60 Großtrappen.
Zu verdanken ist dieser Erfolg im Vogelschutzgebiet „Westliches Weinviertel“ intensiven Bemühungen. Ein wichtiger Schritt war die Verlegung von 33 Kilometer Mittelspannungsleitungen unter die Erde sowie die Markierung von rund 80 Kilometern Hochspannungsfreileitungen. Früher kam es nämlich immer wieder zu tödlichen Kollisionen von Großtrappen mit Einrichtungen der Energieversorgung. Möglich wurde dies nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Energie-Versorgung Niederösterreich (EVN), die sich seit dem Jahre 2006 im Großtrappenschutz engagiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und Gemeinden sowie die Anlage von 3.500 Hektar Trappenschutzflächen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes sind ebenfalls wesentliche Beiträge zur langfristigen Sicherung des Vorkommens.
Eröffnet wurde der Beobachtungsturm durch Naturschutzlandesrat DI Dr. Stephan Pernkopf, der ihn gemeinsam mit den Projektpartnern und Vertretern des Lebensministeriums, der Landwirtschaftskammer, des Landesjagdverbands und der EVN seiner Bestimmung übergab.
PM/JMB