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Training mit der Sau

Er machte vor, wie es geht: Deutsch Drahthaar „Sepperl“ bei der Vorführung in Fahrnbach. Foto: Michael Sterr © Michael Sterr

Bundesweit gibt es inzwischen 16 derartige Übungseinrichtungen, in denen Jagdgebrauchshunde auf die Arbeit bei der Schwarzwildbejagung vorbereitet werden. Die jüngste und damit zweite in Bayern wurde jetzt im Bayerischen Wald in Fahrnbach nahe Bischofsmais offiziell seiner Bestimmung übergeben. Helmut Kappenberger ist Jäger mit Leib und Seele und hat das drei Hektar umfassende Gelände in Eigeninitiative mit viel Engagement zum Trainingsgelände für die Schwarzwildjagd präpariert.
Das hügelige Areal besteht aus Wiesen, Hochwald, Dickicht sowie Schlammsuhlen und teilt sich in ein Ruhegatter und ein Arbeitsgatter. Der Besatz besteht aus zwei Keilern und drei Bachen. „Es geht darum, Hunde auf die Tauglichkeit für die Wildschweinjagd zu testen und sie darauf vorzubereiten“, erklärte er den zahlreichen Ehrengästen aus Bayern, Österreich und Tschechien im Vorfeld einer entsprechenden Vorführung durch die Bayerwald Jagdhundestaffel. Die war mit rund fünfzehn Hunden der verschiedensten Rassen vertreten.
Die Zunahme der Schwarzwildpopulation entwickle sich „seit Jahren zu einem Problem, an dem wir dran bleiben müssen“, meinte Staatsminister Helmut Brunner bei seiner Rede. „Die Akteure vor Ort, Jäger, Landwirte und Forstleute, stehen vor großen Herausforderungen“, die nur gemeinsam und örtlich bezogen gemeistert werden könnten. Walter Nirschl, Bürgermeister von Bodenmais, zeigte sich stolz, dass von den Behörden die Genehmigung für das Gatter in nur sechs Wochen erteilt worden war: „In Bayreuth, wo das erste bayerische Übungsgatter entstand, hat man dazu zehn Jahre gebraucht“.
Michael Sterr


Alles Wissenswerte über diese Trainingsmöglichkeit finden Se hier: Übungsgatter