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Trächtige Ricke gewildert

Das gewilderte Reh © Wilhelm Stammermann

Das gewilderte Reh war trächtig


Der Fundort im Revier II von Werlte und die Spuren an der Fundstelle lassen auf Wilderei schließen. Das kleine Geschoss war nicht sofort tödlich und die Ricke konnte sich noch in den nächsten Graben flüchten, wo sie dann wohl qualvoll halb im Wasser liegend verendete. Nach Aussage des Revierinhabers hat sich die Tat wahrscheinlich bereits einige Tage vor dem Fundtag ereignet. Die Polizeidienststelle Werlte hat die Ermittlungen aufgenommen, so Hegeringleiter Thomas Schomaker, gegenüber der Redaktion.

"Ein solches Verhalten ist nicht nur hoch kriminell, sondern geschieht ohne jede Ehrfurcht vor der Kreatur", so der Hegeringleiter. Und weiter: "Der Wilderer ist, da er unerkannt bleiben will, oft auf die dunkle Tageszeit angewiesen und riskiert dabei Fehlschüsse und Verletzungen des Tieres, wie im vorliegenden Fall. Eine langwierige Nachsuche mit einem ausgebildeten, brauchbaren Hund, wie sie jeder Revierpächter bei einem verletzten Tier durchführen würde, bleibt aus."

Wilderei ist eine Straftat, kein Kavaliersdelikt und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bestraft werden. Hegeringleiter Schomaker und sein Hegering hoffen im vorliegendem Fall auf Hinweise aus der Bevölkerung und bittet alle, die ungewöhnliche Beobachtungen im genannten Zeitraum gemacht haben oder zukünftig machen, dieses dem zuständigen Revierinhaber oder im Falle Werlte, der Polizeidienststelle Werlte zu melden.
Gleichzeitig ist die Jägerschaft aufgerufen, besonders aufmerksam zu sein und gewonnene Informationen sofort weiter zu geben. HR Werlte/RJE