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Toter Wolf gefunden

Verkehrsopfer Wolf: Diese Trasse verläuft direkt durch das Territorium des Nieskyer Rudels. Foto: Büro LUPUS © Büro LUPUS

Am Sonntag, den 11. März 2012, wurde von der Bundespolizei an der Bahnstrecke von Rietschen nach Hähnichen (Landkreis Görlitz) ein toter Wolf gefunden. Das Tier lag bereits seit einigen Tagen im Wassergraben neben den Bahngleisen. Die Experten des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz vermuten aufgrund des Fundortes, dass der weibliche Welpe aus dem Nieskyer Rudel stammt. Eine sichergestellte DNS-Probe soll dies bestätigen. Zu weiteren Untersuchungszwecken wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin übergeben, wie das Kontaktbüro gegenüber der Redaktion mitteilte. Seit 2006 wurden insgesamt 27 tote Wölfe im Lausitzer Wolfsgebiet registriert. Die meisten davon (18) fielen dem Straßenverkehr zum Opfer oder wurden von Zügen überfahren. Darüber hinaus wurden drei illegale Tötungen bekannt. Die anderen Tiere starben an natürlichen Todesursachen oder wurden auf Grund ihres Gesundheitszustandes mit behördlicher Genehmigung eingeschläfert. In einem Fall konnte die Todesursache nicht mehr ermittelt werden. PM/BS