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Toter Luchs: Untersuchung deutet auf Schussverletzung hin

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 15.07.2021 - 12:05
Luchs-schlafend-im-Gras © hfox - stock.adobe.com
Der Luchs war in Folge der Verletzung nicht mehr in der Lage gewesen auf Jagd zu gehen (Symbolbild).

Im Februar wurde im Landkreis Regen (Bayern) ein toter Luchs gefunden. Untersuchungen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ergaben im April, dass die Luchsin in Folge von schweren Verletzungen an Kachexie eingegangen sei. Das Tier sei nicht mehr in der Lage gewesen, auf Jagd zu gehen und sei dadurch verhungert. Wodurch die schweren Verletzungen entstanden seien, war zunächst jedoch unklar. Damals ging man davon aus, dass das junge Luchsweibchen in eine Falle geraten sein könnte oder angeschossen wurde.

Partikel deuten auf Teilmantelgeschoss hin

Eine mikrobiologische Untersuchung beim Bayerischen Landeskriminalamt erbrachten nun Hinweise, dass die Verletzung an der Pfote durch ein Geschoss verursacht sein könnten. Der Zerstörungsgrad der verletzten Pfote sowie festgestellte Partikel würden laut Polizei auf ein Teilmantelgeschoss hindeuten. Bislang würde es jedoch keinen Hinweis auf den Täter geben. „Die Ermittlung eines Tatverdächtigen war trotz Ausschöpfung aller in Frage kommender Ermittlungsmöglichkeiten bislang leider nicht möglich. Dass Polizei und Staatsanwaltschaft mithilfe modernster Untersuchungsverfahren in der Lage waren, zumindest die Todes- und Verletzungsursache aufzuklären ist ein Teilerfolg, wenn auch nicht wirklich zufriedenstellend“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 09921/9408-0 entgegen.


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