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Toter Luchs in Bayern gefunden

Es wird vermutet, dass es sich bei dem toten Tier um den Luchs "Alus" handelt.


Wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde am 5. September im Berchtesgadener Land (Bayern) ein toter Luchs aufgefunden. Der Fundort und der Kadaver des Tieres sollen untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Todesursache ziehen zu können. Falls es sich um eine illegale Tötung handelt, wird der Fall an die Polizei weitergegeben werden, so die Pressestelle der Polizei Oberbayern-Süd. Bis dahin forscht das LfU nach den Umständen. Wie ein Pressesprecher gegenüber der Redaktion bekannt gab, wurde das Tier nicht in direktem Umkreis einer Straße aufgefunden. Es könne sich möglicherweise um das Pinselohr handeln, welches in der Vergangenheit mehrfach im österreichischen Pinzgau nachgewiesen wurde. Einen Sender habe das Tier nicht getragen. Ein veterinärmedizinisches Labor soll möglichst bald Auskunft über Geschlecht, Herkunft und Todesursache des Luchses geben. PM/SBA

Aktualisierung: Läufe und Haupt abgetrennt

Das Landesamt für Umwelt (LfU) erstattete jetzt aufgrund erster Ergebnisse der Untersuchung des Tierkörpers Strafanzeige. Ein Abgleich des Fleckenmusters des toten Tieres bestätigte außerdem, dass es sich bei dem Luchs um das seit 2015 aus dem Pinzgau (Österreich) bekannte Männchen „Alus“ handelt. Die genaue Todesursache konnte bisher nicht festgestellt werden.

Allerdings wurde das Pinselohr ohne Kopf und Vorderpfoten im Gemeindegebiet von Schneizlreuth aus dem Saalachsee geborgen. Dabei ist bisher unklar, ob diese Körperteile erst bei der Bergung abgetrennt wurden oder bereits zuvor. Mit den Ermittlungen wurde vom Polizeipräsidium deshalb unverzüglich die örtlich zuständige Polizeiinspektion Bad Reichenhall betraut. Der Naturschutzsachbearbeiter der Polizeiinspektion hat die Federführung bei den Untersuchungen.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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