Home News Tote Frischlinge bei Soest – Amt warnt vor Falschmeldungen

Tote Frischlinge bei Soest – Amt warnt vor Falschmeldungen

Wildschwein-tot-auf-Wiese © Fotoschlick - stock.adobe.com
Woran das Schwarzwild verstarb, ist noch unbekannt (Symbolfoto).

Seit gestern kursieren in den sozialen Netzwerken Gerüchte um vier tote Frischlinge in Anröchte-Uelde (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen). Auf Nachfrage der Redaktion, bestätigte der Pressesprecher des Kreises Soest dies.

Man habe am Samstag während einer Jagd vier, etwa 15 Kilogramm schwere, verendete Wildschweine im Umkreis von circa 300 Metern aufgefunden. Im Nachgang stieß man dann auf einen weiteren, verendeten Frischling. Die Kadaver wurden, zusammen mit Blutproben der während der Drückjagd erlegten Schwarzkittel, zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen in Arnsberg gebracht. Mit dem Untersuchungsergebnis sei frühstens am Dienstag zu rechnen.

Falschmeldungen in sozialen Netzwerken

Kommentare in den sozialen Netzwerken, nach denen der Veterinärdienst Soest Entwarnung gegeben habe, widersprach der Pressesprecher. Bislang sei nicht bekannt, an was die Frischlinge eingegangen sind. Man werde sich erst nach Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse äußern.

+++ UPDATE 16:05 Uhr +++

Wie der Kreis Soest in einer Pressemitteilung bekannt gab, konnte bei vier der fünf Wildschweine weder eine Infizierung mit Afrikanischer Schweinepest, noch mit Klassischer Schweinepest nachgewiesen werden. Da das Blut des fünften Frischlings labortechnisch nicht zu verwerten war, erfolgt hierbei noch eine Untersuchung der Milz. „Wir gehen aber angesichts der Gesamtsituation zuversichtlich davon aus, dass auch dieser Test keine Infektion mit den in Rede stehenden Seuchen nachweisen wird“, betont Ralf Hellermann, zuständiger Dezernent des Kreises Soest. PM/ KF

+++ UPDATE 5.11.2019 +++

Wie der Kreis Soest in einer Pressemitteilung bekannt gab, konnte nun für alle fünf Frischlinge Entwarnung gegeben werden. Die Wildschweine wiesen bakterielle Infektionen auf und litten unter anderem an Lungenentzündungen.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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