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Total-Abschuss als Rettung?

Aus Angst vor einer flächendeckenden Ausbreitung, soll nun eine Rentierherde gekeult werden (Symbolbild).


CWD ist eine hochansteckende und zugleich tödliche Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Hirschartigen. In den USA wütet die Krankheit bereits seit 1967. In Norwegen wurde sie zunächst bei einem Rentier, später auch bei Elchen nachgewiesen. Damit sich CWD jedoch nicht weiter im Land ausbreitet, hat die norwegische Regierung nun für den Abschuss einer Rentierherde in Nordfjella grünes Licht gegeben.

In der aus rund 2.000 Tiere bestehende Herde, immerhin sechs Prozent der wildlebenden Rentierpopulation des Landes, wurden drei mit CWD-infizierte Rentiere gefunden. Da die Cerviden gesellig in großen Herden zusammenleben, halten Forscher die Gefahr einer Ansteckung und Verbreitung für zu groß. Durch eine Zusammenarbeit aus lokalen Jägern sowie Berufsjägern soll ab August die Herde erlegt werden. Bis die Aktion beginnt, sorgen Ranger dafür, dass kein Tier den 2.000 Quadratkilometer großen Lebensraum der Herde verlässt. Sobald alle Stücke erlegt worden sind, wird das Gebiet für die nächsten fünf Jahre unter Quarantäne gestellt, um eine mögliche Neuninfektion auszuschließen.