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Tontaube statt Kipphase

"Aus" für den Kipphasen – zumindest bei der Schießprüfung in Niedersachsen muss er der Tontaube weichen. Foto: Joachim Felsberg © Joachim Felsberg

Niedersachsen ändert seine Jägerprüfungsordnung. Betroffen sind vor allem die Schießdisziplinen. So soll der Kipphase abgeschafft, stattdessen der Schrotschuss auf Tontauben Pflicht werden. Das teilte Ina Abel vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung mit.
Der Referentin für Wald, Holz und Jagd sowie deren Kollegen war aufgefallen, dass beim Kipphasenschießen im Rahmen der Jägerprüfung kein Standortwechsel des Schützen möglich ist. Dies gehöre in Augen des Ministeriums aber zum "sicheren Umgang mit der Waffe" und damit zur Jagdpraxis dazu. Auch hätten einige ornithologische Verbände die Schießfertigkeit der Jägerschaft auf fliegendes Wild in Frage gestellt.
Da Niedersachsen bundesweit über die höchste Schießstandichte verfügt, sieht Abel kein Problem in der Umsetzung der neuen Vorschriften. Lediglich 16 von 67 im Lande vorhandenen Schießstätten könnten nur den Kipphasen für den Schrotschuss anbieten.
Da Drückjagden auf Schwarzwild zunehmen, soll zukünftig auch der laufende Keiler ein Prüfungsfach beim Schießen werden. Zwei von fünf Schüssen müssen dann in den Ringen liegen. Vom Ministerium vorgeschlagenes Kaliber: .222 Remington. Dafür gab es bereits Kritik aus der Jägerschaft. Angeregt wurde, ein für alle Schalenwildarten taugliches Kaliber zu wählen. Das sei praxisgerecht. Bleiben wird die Büchsendisziplin "Rehbock, stehend angestrichen". Dafür sieht die neue Verordnung bereits ein Mindestkaliber von 6,5 Millimeter vor.
Bettina Diercks