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Tollwut: Virus bei totem Hundewelpen in Bremen festgestellt

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Leonie Engels
am
Dienstag, 14.09.2021 - 15:45
Welpe © thauwald-pictures - stock.adobe.com
Der mit Tollwut infizierte Welpe kam über Südosteuropa nach Deutschland.

Bereits am vergangenen Freitag wurde dem zuständigen Veterinärdienst der positive Tollwutbefund eines verstorbenen Hundewelpen gemeldet. Der junge Hund ist in einer niedersächsischen Tierklinik verstorben. Die Halter des Tieres leben in Bremen. Weitere Testergebnisse stehen laut der Gesundheitsbehörde Bremen noch aus. Seit 15 Jahren ist dies der erste Tollwutfall bei einem Tier in Deutschland.

Welpe aus Südosteuropa

Der verendete Welpe stammt aus Südosteuropa und wurde Anfang September vermutlich von der Halterfamilie illegal über die deutsche Grenze eingeführt. Dass der Welpe bei der Einfuhr oder in Bremen Kontakt zu anderen Tieren hatte, konnte nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Mögliche Kontaktpersonen wurden festgestellt und führten ins familiäre Umfeld, in eine Bremer Tierarztpraxis und in eine niedersächsische Tierklinik.

Sorge ist groß

Das Gesundheitsressort sowie das Gesundheitsamt Bremen haben bereits Krisenteams eingerichtet und das Bernhard-Noch-Institut für Tropenmedizin und das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert.

Tollwut ist nicht nur lebensgefährlich für Tiere, auch Menschen können sich infizieren. Laut dem RKI greift die Viruserkrankung das Nervensystem an. Die Krankheit verläuft fast immer tödlich. Bei einem Verdacht auf Tollwut muss so schnell wie möglich gehandelt werden, treten die ersten Symptome auf, ist es meist schon zu spät für eine Behandlung. Menschen und Hunde können gegen Tollwut geimpft werden.


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