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Tollwut: Seltener Fall in Nordrhein-Westfalen entdeckt

Tollwut-Hinweisschild © Björn Wylezich - stock.adobe.com
Im Jahr 2006 gab es den letzten Tollwut-Fall in Deutschland.

In Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) wurde eine mit dem Tollwutvirus infizierte Fledermaus gefunden. Wie das Kreisveterinäramt mitteilt, sei das geschwächte Tier in eine Auffangstation gebracht worden. Da es sich dort auffällig aggressiv verhielt, wurde es eingeschläfert und der Kadaver für weitere Untersuchungen ins Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) nach Hannover geschickt. Dort wurde schließlich der in NRW selten vorkommende Tollwut-Erreger nachgewiesen.

Fledermäuse nicht ohne Handschuhe berühren

Das Kreisveterinäramt weist nochmals draufhin, dass Fledermäuse grundsätzlich mit Vorsicht zu behandeln sind und nicht ohne feste Lederhandschuhe berührt werden sollten. „Da Tollwutinfektionen auch für den Menschen gefährlich sind und tödlich verlaufen können, müssen Bissverletzungen unbedingt verhindert werden. Wer eine tote Fledermaus auffindet, sollte sich sofort mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen“, so Dr. Detlef Grote vom Landkreis Minden-Lübbecke.

Seit 2008 gilt Deutschland als frei von terrestrischer Tollwut. Laut RKI kommt es jährlich zu rund 60.000 Todesfällen im Zusammenhang mit Tollwut. Im Jahr 2002 starb in Schottland ein Mensch durch die Fledermaustollwut, nachdem er von einer Fledermaus gebissen wurde.


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