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Tollwut ante portas! – Vorsicht bei Reisen

Kaum drei Autostunden von München entfernt sind in der vergangenen Woche die ersten Tollwutfälle in Südtirol aufgetreten. Der landesärztliche Dienst bestätigte, dass drei Rotfüchse - zwei Totfunde und ein erlegtes Tier - aus dem dem Gebiet um Toblach im Rienztal positiv auf die Wildseuche getestet wurden.
Lange hatten die Südtiroler Jäger gehofft, dass sie die Seuche an ihren Grenzen in Schach halten könnten. Aber umfangreiche Impfaktionen und scharfe Fuchsbejagung konnten die Ausbreitung der Tollwut aus den südlichen Provinzen Belluno und Venetien nicht eindämmen. Dort hatten Jäger und Behörden allein in diesem Jahr bereits 180 Tollwutfälle gemeldet, neben Füchsen waren auch Katzen, Hirsche, Rehe, Dachse und Pferde betroffen.
Für die Jäger in Südtirol, vor allem in den Dolomiten-Gemeinden, bedeuten die bestätigten Fälle drastische Einschränkungen: „Hunde dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mehr im Wald unterwegs sein, auch nicht, wenn sie an der Leine sind, um jeden Kontakt mit der Krankheit zu vermeiden“, bestätigte am Freitag in einer Pressemitteilung der Landwirtschaftslandesrat (das entspricht einem Landwirtschaftsminister) Hans Berger. Auch außerhalb der Dolomitengemeinden herrscht Impfpflicht für Hunde. Wer mit dem Vierbeiner in den Urlaub nach Norditalien fahren will, muss also unbedingt auf entsprechende Schutz und gültige Papiere sorgen. CM

Bild: Aus den Warnhinweisen auf Tollwut-Impfgebiete kann in Europa zunehmend leider des Wörtchen "impf" gestrichen werden. (Foto: Hans-Jürgen Markmann)