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Tötungsgatter vom Tisch?

Der Bayerische Rundfunk hat die Baustelle eines geplanten Fanggatters besucht. Foto: BR © BR

Wie der Pressesprecher des Landratamts Oberallgäu, Andreas Kaenders gegenüber der Redaktion bestätigte, wurden die geforderten Abschusszahlen beim Rotwild erbracht. „Bezogen auf die Hochwildhegegemeinschaft (HHG) sind wir sehr zufrieden, das ist toll“. Die ganze HHG Sonthofen weist einen Erfüllungsgrad von 92 Prozent auf. Der vor allem mit der Tbc belastete Hegering VI (Oberstdorf) brachte es auf 79 Prozent, wobei ein Revier „…den Abschuss bei weitem nicht erbracht“ habe. Dort seien laut Kaenders von 65 im Plan stehenden Stücken nur sieben erlegt worden. Das erkläre auch das im Vergleich schlechtere Ergebnis. Dennoch sind ein Einsatz der Abschussgatter laut Kaenders offensichtlich vom Tisch: „Wenn die Schusszeit hätte verlängert werden sollen, hätte der Landrat sagen müssen, wir verlängern. (…) Ich gehe davon aus, dass diese Gatter nicht benutzt werden.“
Das Stillach-/Rappenalbtal scheint sich als Kernzone der Tbc zu erweisen: Von 1104 aus der gesamten HHG eingschickten Proben, wurden 16 positiv auf Tbc getestet. 14 von diesen stammten aus dem Hegering VI (265 eingesandte Proben), wovon wiederum 12 Positive von in jenen Tälern erlegten Stücken (155 Proben) stammten.
Unterdessen ist die Lage im österreichischen Vorarlberg eine andere: Wie die „Vorarlberger Nachrichten“ am 4. Februar berichteten wurde dort teilweise die Schonzeit aufgehoben. Alleine im Silber- und Klostertal sollen noch 150 Stück geschossen werden.
MW